Leitfaden zur Badspiegel-Höhe im Badezimmer

Leitfaden zur Badspiegel-Höhe im Badezimmer

Badspiegel richtig aufhängen: Richtwerte für Höhe, Abstand zum Waschtisch, Beleuchtung und Spiegelgröße – präzise erklärt für jedes Badezimmer.

Badspiegel-Höhe im Badezimmer: Der Leitfaden für eine präzise Planung

Ein Badspiegel kann noch so hochwertig gefertigt sein: Hängt er zu hoch, zu tief oder ohne klaren Bezug zum Waschtisch, verliert das gesamte Badezimmer an Ruhe.

Die richtige Badspiegel-Höhe entsteht deshalb nicht durch ein einzelnes Standardmaß. Körpergröße, Waschtisch, Armatur, Spiegelproportion, Beleuchtung und Architektur müssen als Einheit betrachtet werden.

Dieser Leitfaden zeigt, welche Maße als Orientierung dienen, wann Anpassungen sinnvoll sind und wie ein Badspiegel nach Maß so positioniert wird, dass er funktional überzeugt und selbstverständlich zum Raum gehört.

Die richtige Badspiegel-Höhe beginnt beim Menschen

Der Spiegel wird täglich benutzt. Seine Position sollte sich daher zuerst an den Menschen orientieren, nicht an einer Fliesenfuge oder einem vorhandenen Stromauslass.

Entscheidend ist, dass sich kleinere und größere Personen bequem im Spiegel sehen können. Niemand sollte sich strecken, nach unten beugen oder einen Schritt zurücktreten müssen, um das eigene Gesicht vollständig zu erkennen.

Als bewährter Orientierungswert liegt die Spiegelmitte häufig etwa 160 bis 165 Zentimeter über dem fertigen Fußboden. Dieser Bereich entspricht ungefähr der Augenhöhe vieler Erwachsener.

Er ist jedoch kein festes Montagemaß.

In einem Haushalt mit sehr unterschiedlichen Körpergrößen bietet ein höherer Spiegel meist mehr Komfort als ein kleines Modell, das exakt auf eine einzelne Person ausgerichtet wurde. Eine großzügige Spiegelfläche erweitert den sichtbaren Bereich und wirkt gleichzeitig ruhiger als mehrere kleine Einzellösungen.

Die wichtigsten Maße für die Badspiegel-Höhe

Für die erste Planung können einige Richtwerte genutzt werden. Sie dienen als Ausgangspunkt und sollten immer im tatsächlichen Raum überprüft werden.

Spiegelmitte

Die Mitte der Spiegelfläche liegt häufig etwa 160 bis 165 Zentimeter über dem fertigen Fußboden.

Bei besonders großen oder kleinen Nutzern kann die Höhe entsprechend angepasst werden.

Spiegelunterkante

Die Unterkante eines Badspiegels befindet sich häufig etwa 100 bis 120 Zentimeter über dem fertigen Fußboden.

Die genaue Position hängt vor allem von der Höhe des Waschtischs, der Armatur und dem gewählten Spiegelmaß ab.

Abstand zum Waschtisch

Zwischen Waschtisch oder Waschtischplatte und Spiegelunterkante bleiben häufig etwa 15 bis 30 Zentimeter Abstand.

Dieser Bereich bietet genug Raum für Armatur, Reinigung und eine ruhige optische Trennung.

Spiegeloberkante

Die Oberkante eines größeren Badspiegels liegt häufig zwischen 190 und 205 Zentimetern.

In Räumen mit hohen Decken kann ein höheres Format sehr elegant wirken. In einem kompakten Badezimmer ist dagegen eine präzise Proportion zum Waschtisch meist überzeugender als eine möglichst große Spiegelhöhe.

Richtwerte sind keine starren Regeln

Ein Spiegel sollte nicht allein nach einer Tabelle montiert werden.

Ein wandhängender Waschtisch mit flacher Armatur verlangt eine andere Planung als ein Aufsatzbecken mit hohem Auslauf. Auch ein runder Spiegel verhält sich anders als ein breites rechteckiges Modell.

Die richtige Höhe ergibt sich aus dem Zusammenspiel von:

  • Körpergröße der Nutzer
  • Waschtischhöhe
  • Beckenform
  • Armaturenhöhe
  • Spiegelbreite und Spiegelhöhe
  • Beleuchtung
  • Raumhöhe
  • Fliesen- und Möbelachsen
Ein gutes Maß ist deshalb nicht das rechnerisch durchschnittliche Maß, sondern dasjenige, das im Raum selbstverständlich funktioniert.

Waschtisch und Spiegel als Einheit gestalten

Waschtisch und Spiegel bilden den visuellen Mittelpunkt vieler Badezimmer. Ihre Positionen sollten deshalb nicht unabhängig voneinander festgelegt werden.

Bei einem klassischen Waschtisch mit einer Höhe von ungefähr 85 bis 90 Zentimetern entsteht mit einer Spiegelunterkante zwischen 105 und 115 Zentimetern häufig eine ausgewogene Situation.

Der Spiegel beginnt damit etwa 15 bis 30 Zentimeter über dem Waschtisch.

Kleiner Abstand

Ein Abstand von etwa 15 bis 20 Zentimetern lässt Waschtisch und Spiegel wie eine zusammengehörende Einheit erscheinen.

Das passt besonders gut zu:

  • klaren Möbelwaschtischen
  • flachen Armaturen
  • rahmenlosen Spiegeln
  • großformatigen Fliesen
  • reduzierten Badkonzepten

Größerer Abstand

Ein Abstand von ungefähr 25 bis 30 Zentimetern schafft mehr visuelle Ruhe.

Das kann sinnvoll sein, wenn:

  • eine hohe Armatur verwendet wird
  • ein Aufsatzbecken vorhanden ist
  • die Wandfläche gestalterisch wirken soll
  • eine Ablage oder Wandnische eingeplant ist
  • Spritzwasser stärker berücksichtigt werden muss
Der Abstand sollte groß genug sein, damit Armatur und Spiegel nicht miteinander konkurrieren. Gleichzeitig darf der Spiegel nicht so hoch beginnen, dass kleinere Personen nur einen eingeschränkten Sichtbereich haben.

Die Armatur in die Höhenplanung einbeziehen

Die Armatur beeinflusst die Position des Spiegels unmittelbar.

Bei einer niedrigen Standarmatur kann der Spiegel näher an den Waschtisch rücken. Eine hohe Armatur für ein Aufsatzbecken benötigt deutlich mehr Raum.

Die Spiegelunterkante sollte nicht unmittelbar über dem höchsten Punkt der Armatur beginnen. Das wirkt optisch gedrängt und erschwert die Reinigung.

Prüfen Sie außerdem, wie weit der Auslauf nach vorne reicht und wie stark das Wasser beim Händewaschen spritzt. Ein sehr tief montierter Spiegel wird schneller mit Wasser- und Seifenrückständen belastet.

Eine klare Distanz zwischen Armatur und Spiegelfläche unterstützt deshalb sowohl die Gestaltung als auch die Pflege.

Die passende Spiegelbreite bestimmen

Nicht nur die Höhe, sondern auch die Breite entscheidet über die Raumwirkung.

Ein Spiegel in ungefähr derselben Breite wie der Waschtisch wirkt geordnet und ausgewogen. Die vertikalen Linien von Möbel und Spiegel stehen dann in einem klaren Bezug zueinander.

Ein etwas breiterer Spiegel kann das Badezimmer optisch öffnen. Voraussetzung ist, dass seitlich ausreichend Wandfläche bleibt und der Spiegel nicht mit Schränken, Leuchten oder Türrahmen kollidiert.

Ein deutlich schmalerer Spiegel wirkt dagegen häufig unruhig, wenn die Differenz nicht bewusst gestaltet wurde.

Spiegel und Waschtisch gleich breit

Diese Lösung wirkt klar, präzise und architektonisch geschlossen.

Spiegel etwas schmaler

Ein schmalerer Spiegel kann sinnvoll sein, wenn seitlich Leuchten oder Hochschränke vorgesehen sind.

Die Abstände sollten auf beiden Seiten bewusst gewählt werden.

Spiegel breiter als der Waschtisch

Ein breiter Spiegel kann einen kleinen Raum größer erscheinen lassen und zusätzliche Sichtfläche schaffen.

Er sollte jedoch nicht zufällig über Möbelkanten oder Fliesenachsen hinausragen.

Spiegelgröße und Raumproportion abstimmen

Ein großer Spiegel vergrößert nicht nur die sichtbare Fläche. Er beeinflusst die gesamte Architektur des Badezimmers.

Breite Spiegelflächen reflektieren Licht und lassen den Raum offener erscheinen. Hohe Spiegel strecken die Wand und können niedrige Räume großzügiger wirken lassen.

Dabei gilt: Größe allein erzeugt noch keine Qualität.

Ein Spiegel wirkt hochwertig, wenn seine Kanten in einer bewussten Beziehung zu Waschtisch, Möbeln, Fliesen, Fenster und Beleuchtung stehen.

In einem kleinen Badezimmer kann ein flächenbündig wirkender Spiegel besonders ruhig erscheinen. In einem großen Bad darf der Spiegel stärker als eigenständiges Gestaltungselement auftreten.

Mit einem Spiegel nach Maß lassen sich Breite und Höhe exakt an die vorhandene Architektur anpassen.

Beleuchtete Badspiegel richtig positionieren

Bei einem beleuchteten Badspiegel ist die Höhe nicht nur für die Sichtfläche entscheidend. Auch die Lichtaustritte müssen zur Augen- und Gesichtshöhe passen.

Das Licht sollte das Gesicht gleichmäßig erfassen, ohne harte Schatten unter Augen, Nase oder Kinn zu erzeugen.

Seitliche Lichtflächen

Vertikale Lichtflächen rechts und links des Spiegels sorgen häufig für eine gleichmäßige Ausleuchtung des Gesichts.

Sie eignen sich besonders für:

  • Rasur
  • Make-up
  • Hautpflege
  • Kontaktlinsen
  • tägliche Gesichtspflege
Die Lichtflächen sollten sich möglichst über den relevanten Gesichtsbereich erstrecken.

Oberes Lichtfeld

Ein Lichtfeld im oberen Spiegelbereich kann Waschtisch und Gesicht gut ausleuchten.

Ist es jedoch zu hoch positioniert, entstehen stärkere Schatten im Gesicht.

Umlaufende Beleuchtung

Eine umlaufende Beleuchtung verbindet funktionales Licht mit einer klaren gestalterischen Wirkung.

Je nach Ausführung kann sie den Spiegel optisch hervorheben und gleichzeitig den Waschtischbereich ausleuchten.

Indirekte Hintergrundbeleuchtung

Eine hinterleuchtete Spiegelfläche erzeugt eine weiche Lichtwirkung an der Wand.

Sie schafft Atmosphäre und betont die Kontur des Spiegels. Als ausschließliches Funktionslicht reicht eine reine Hintergrundbeleuchtung jedoch nicht in jedem Badezimmer aus.

Eine Kombination aus Spiegellicht und ergänzender Raumbeleuchtung ist häufig die ausgewogenste Lösung.

Lichtfarbe und Badgestaltung aufeinander abstimmen

Auch die Lichtfarbe beeinflusst die Wirkung des Spiegels.

Warmweißes Licht erzeugt eine wohnliche, ruhige Atmosphäre. Neutralweißes Licht wirkt klarer und eignet sich gut für die tägliche Pflege.

Entscheidend ist, dass Spiegellicht, Deckenbeleuchtung und weitere Lichtquellen nicht sichtbar gegeneinander arbeiten.

Unterschiedliche Lichtfarben können ein hochwertiges Bad unruhig erscheinen lassen. Eine abgestimmte Beleuchtung wirkt dagegen selbstverständlich.

Auch Armaturen, Beschläge und Spiegelrahmen sollten in die Gestaltung einbezogen werden. Wiederkehrende Oberflächen und klare Linien schaffen mehr Ruhe als eine Vielzahl ähnlicher, aber nicht identischer Materialien.

Elektroanschluss frühzeitig festlegen

Bei einem beleuchteten Spiegel müssen Stromauslass und Spiegelposition gemeinsam geplant werden.

Wird der Wandauslass festgelegt, bevor das spätere Spiegelmaß bekannt ist, kann er außerhalb des vorgesehenen Anschlussbereichs liegen oder hinter einer sichtbaren Spiegelfläche hervortreten.

Vor der Elektroinstallation sollten deshalb mindestens folgende Punkte feststehen:

  • Spiegelbreite
  • Spiegelhöhe
  • Position an der Wand
  • Art der Beleuchtung
  • Anschlussposition
  • Bedienung über Wandschalter oder Sensortechnik
  • mögliche Zusatzfunktionen
Die elektrischen Arbeiten im Badezimmer müssen fachgerecht und entsprechend der vorgesehenen Einbausituation ausgeführt werden.

Eine frühe Abstimmung verhindert sichtbare Leitungen, unnötige Ausschnitte und spätere Kompromisse bei der Spiegelhöhe.

Spiegelhöhe bei unterschiedlichen Körpergrößen

In einem von mehreren Personen genutzten Badezimmer sollte der Spiegel nicht nur auf die größte Person ausgerichtet werden.

Ein hoher Spiegel bietet in solchen Situationen eine einfache und elegante Lösung. Seine Unterkante kann so positioniert werden, dass kleinere Personen ausreichend Sicht haben, während die Oberkante auch für große Personen funktioniert.

Bei sehr unterschiedlichen Körpergrößen ist die nutzbare Höhe wichtiger als eine exakt berechnete Spiegelmitte.

Ein großzügiger Spiegel:

  • verbessert die Sicht für mehrere Nutzer
  • wirkt ruhiger als zwei versetzte Spiegel
  • reflektiert mehr Licht
  • unterstützt eine offene Raumwirkung
  • bleibt auch bei veränderter Nutzung flexibel
In einem Familienbad ist ein kleiner Tritthocker für Kinder meist sinnvoller als ein dauerhaft sehr tief montierter Hauptspiegel.

Badspiegel über einem Doppelwaschtisch

Bei einem Doppelwaschtisch stehen grundsätzlich zwei Gestaltungsrichtungen zur Auswahl.

Ein durchgehender Spiegel

Ein großer, durchgehender Spiegel schafft Ruhe und verbindet beide Waschplätze zu einer Einheit.

Er eignet sich besonders für:

  • lange Waschtischplatten
  • geradlinige Möbel
  • symmetrische Armaturen
  • großzügige Badezimmer
  • klare Lichtkonzepte
Die Spiegelhöhe sollte sich an beiden Nutzungspositionen orientieren. Auch die Beleuchtung muss über die gesamte Breite gleichmäßig funktionieren.

Zwei einzelne Spiegel

Zwei einzelne Spiegel strukturieren die Waschplätze stärker.

Diese Lösung kann sinnvoll sein, wenn:

  • zwei getrennte Waschtische vorhanden sind
  • ein Hochschrank zwischen den Plätzen steht
  • unterschiedliche Leuchten eingesetzt werden
  • eine bewusst vertikale Gestaltung gewünscht ist
Die beiden Spiegel sollten exakt aufeinander ausgerichtet sein. Bereits kleine Höhenunterschiede können in einer symmetrischen Planung deutlich sichtbar werden.

Runde und ovale Spiegel richtig aufhängen

Bei runden und ovalen Spiegeln lässt sich die Unterkante nicht isoliert betrachten. Entscheidend ist die Position der gesamten Form.

Ein runder Spiegel wird häufig so montiert, dass sein Mittelpunkt ungefähr auf der gewünschten Augenhöhe liegt. Der Abstand zum Waschtisch ergibt sich anschließend aus dem Durchmesser.

Ein zu kleiner runder Spiegel kann über einem breiten Waschtisch verloren wirken. Ein größerer Durchmesser schafft mehr Präsenz und verbessert den nutzbaren Sichtbereich.

Bei einem ovalen Spiegel beeinflusst die Ausrichtung die Raumwirkung:

  • senkrecht montiert streckt er die Wand
  • waagerecht montiert betont er die Breite des Waschtischs
Auch hier sollten Spiegelachse, Armatur und Waschtisch bewusst aufeinander ausgerichtet werden.

Badspiegel bei Dachschrägen und besonderen Grundrissen

Dachschrägen, Wandvorsprünge, Fenster oder asymmetrische Waschtische verlangen häufig eine individuelle Lösung.

Ein Standardspiegel nutzt die vorhandene Wandfläche dann möglicherweise nicht sinnvoll aus oder erzeugt ungleichmäßige Restflächen.

Ein maßgefertigter Spiegel kann:

  • an eine Dachschräge angepasst werden
  • zwischen zwei Wänden eingefügt werden
  • auf Fliesen- oder Möbelachsen reagieren
  • vorhandene Fenster berücksichtigen
  • einen asymmetrischen Waschtisch ausgleichen
  • besondere Lichtausschnitte aufnehmen
Gerade bei hochwertigen Sanierungen ist diese Präzision häufig entscheidender als ein vermeintlich passendes Standardformat.

Mit dem LYKONEA Spiegelkonfigurator lassen sich Maße und Ausführung passend zur vorhandenen Einbausituation planen.

Badspiegel-Höhe in barrierearmen Badezimmern

In einem barrierearmen oder generationsübergreifend genutzten Badezimmer muss der Spiegel auch aus einer sitzenden Position nutzbar sein.

Die Spiegelunterkante wird deshalb häufig niedriger gewählt oder die Spiegelfläche entsprechend vergrößert.

Entscheidend sind:

  • tatsächliche Sitzposition
  • Höhe des Waschtischs
  • Unterfahrbarkeit
  • Abstand zum Spiegel
  • Blickwinkel
  • Bedienbarkeit der Beleuchtung
Ein großer, niedrig beginnender Spiegel kann sitzende und stehende Nutzer gleichermaßen berücksichtigen.

Bei Hotels, Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Wohnungsbauprojekten können zusätzliche projektspezifische Anforderungen bestehen. Diese sollten bereits während der Planung abgestimmt werden.

Fliesenfugen und Spiegelkanten bewusst ausrichten

Ein Spiegel muss nicht zwingend exakt auf einer Fliesenfuge beginnen oder enden.

Wichtig ist jedoch, dass Spiegelkanten, Möbelachsen, Fliesenraster und Lichtaustritte bewusst zueinander positioniert sind.

Bei großformatigen Fliesen oder Natursteinflächen können wenige Millimeter bereits darüber entscheiden, ob eine Lösung präzise oder zufällig wirkt.

Prüfen Sie deshalb:

  • Liegt der Spiegel mittig zum Waschtisch?
  • Stimmen seitliche Abstände überein?
  • Treffen Spiegelkanten ungünstig auf Fliesenfugen?
  • Verläuft eine Fuge unmittelbar neben einer Spiegelkante?
  • Passen Oberkante und Seitenlinien zu Schränken oder Fenstern?
  • Sind Lichtaustritte symmetrisch angeordnet?
Eine maßgenaue Planung ermöglicht es, diese Linien zu ordnen, statt sie nachträglich hinzunehmen.

Spiegel, Dusche und Armaturen gemeinsam gestalten

Der Spiegel ist kein isoliertes Produkt. Er ist Teil der gesamten Badarchitektur.

Eine rahmenarme Glasdusche, hochwertige Armaturen und ein beleuchteter Spiegel wirken besonders überzeugend, wenn Linien, Materialien und Licht aufeinander abgestimmt sind.

Wiederkehrende Elemente schaffen Ruhe:

  • gleiche oder verwandte Metalloberflächen
  • klare horizontale und vertikale Achsen
  • abgestimmte Glasarten
  • einheitliche Lichtfarben
  • reduzierte Materialwechsel
  • präzise Fugen- und Möbelanschlüsse
Das Ziel ist nicht, jedes Element hervorzuheben. Qualität entsteht, wenn alle Elemente selbstverständlich zusammenwirken.

Die geplante Höhe vor der Montage testen

Bevor Bohrpunkte oder Anschlüsse endgültig festgelegt werden, empfiehlt sich ein einfacher Praxistest.

Markieren Sie die geplante Unterkante, Oberkante und seitlichen Begrenzungen mit Malerkrepp an der Wand.

Betrachten Sie die markierte Fläche:

  • direkt vor dem Waschtisch
  • aus der Badezimmertür
  • aus unterschiedlichen Körperhöhen
  • bei eingeschalteter Raumbeleuchtung
  • im Verhältnis zu Fliesen und Möbeln
Stellen Sie sich anschließend so vor den Waschtisch, wie Sie ihn täglich benutzen würden.

Prüfen Sie, ob:

  • das Gesicht vollständig sichtbar ist
  • große und kleine Personen genügend Sichtfläche haben
  • die Armatur ausreichend Abstand besitzt
  • der Spiegel zum Waschtisch proportioniert wirkt
  • seitliche Abstände ausgewogen sind
  • Schränke und Türen frei geöffnet werden können
Dieser einfache Test macht Proportionsfehler sichtbar, bevor sie dauerhaft in der Wand befestigt werden.

Professionelles Aufmaß bei großen Spiegeln

Je größer die Spiegelfläche, desto wichtiger wird ein präzises Aufmaß.

Wände sind nicht immer vollständig gerade oder rechtwinklig. Auch Fliesen, Nischen und angrenzende Möbel können Maßabweichungen verursachen.

Ein professionelles Aufmaß ist besonders sinnvoll bei:

  • sehr großen Spiegelflächen
  • Einbau zwischen zwei Wänden
  • Dachschrägen
  • Natursteinflächen
  • asymmetrischen Grundrissen
  • integrierten Lichtlösungen
  • exakt positionierten Stromanschlüssen
  • geringen seitlichen Toleranzen
  • anspruchsvollen Objektprojekten
Das fertige Maß sollte auf der tatsächlich ausgeführten Wandfläche ermittelt werden. Rohbaumaße oder Planmaße allein bieten dafür nicht immer eine ausreichende Grundlage.

Häufige Fehler bei der Badspiegel-Höhe

Viele Fehler lassen sich vermeiden, wenn Spiegel, Waschtisch und Nutzer gemeinsam betrachtet werden.

Montage nach einem pauschalen Standardmaß

Ein allgemeiner Richtwert wird übernommen, ohne Körpergrößen, Waschtisch oder Armatur zu berücksichtigen.

Spiegel zu hoch montiert

Kleinere Personen können sich nicht vollständig sehen und müssen Abstand zum Waschtisch nehmen.

Spiegel zu tief montiert

Die Spiegelfläche wird stärker durch Spritzwasser belastet und kann mit einer hohen Armatur kollidieren.

Nur die Spiegelbreite beachten

Ein passender breiter Spiegel kann trotzdem unproportioniert wirken, wenn seine Höhe nicht zum Raum und zum Waschtisch passt.

Stromauslass vor dem Spiegelmaß festlegen

Der Anschluss liegt später außerhalb des vorgesehenen Bereichs oder schränkt die Auswahl des Spiegelmodells ein.

Fliesen- und Möbelachsen ignorieren

Spiegelkanten treffen zufällig auf Fugen oder stehen sichtbar versetzt zum Waschtisch.

Beleuchtung zu hoch positionieren

Das Licht erreicht das Gesicht nicht gleichmäßig und erzeugt störende Schatten.

Türen und Schränke nicht prüfen

Spiegelschranktüren, Hochschränke oder Fenster können nach der Montage nicht vollständig geöffnet werden.

Checkliste für die richtige Badspiegel-Höhe

Prüfen Sie vor der Bestellung und Montage folgende Punkte:

  • Wer nutzt den Spiegel regelmäßig?
  • Welche Körpergrößen müssen berücksichtigt werden?
  • Wie hoch ist der fertige Waschtisch?
  • Welche Höhe besitzt die Armatur?
  • Welcher Abstand bleibt zwischen Waschtisch und Spiegel?
  • Ist die Unterkante für kleinere Personen niedrig genug?
  • Ist die Oberkante für größere Personen hoch genug?
  • Passt die Spiegelbreite zum Waschtisch?
  • Stimmen Spiegel- und Möbelachsen überein?
  • Wie verlaufen die Fliesenfugen?
  • Welche Beleuchtung wird benötigt?
  • Sind die Lichtflächen auf Gesichtshöhe positioniert?
  • Wo befindet sich der Stromauslass?
  • Lassen sich Fenster und Schränke weiterhin öffnen?
  • Ist ein Aufmaß auf der fertigen Wand erforderlich?
  • Wird ein Spiegel nach Maß benötigt?

Fazit: Die richtige Spiegelhöhe wirkt selbstverständlich

Die beste Badspiegel-Höhe ist nicht diejenige, die einer Tabelle am genauesten entspricht.

Sie ist diejenige, die sich im täglichen Gebrauch selbstverständlich anfühlt.

Der Spiegel bietet allen Nutzern eine gute Sicht. Seine Kanten stehen in einem klaren Bezug zum Waschtisch. Das Licht erfüllt seine Aufgabe. Armatur, Fliesen und Möbel bilden ein ruhiges Gesamtbild.

Wenn Höhe, Breite, Licht und Architektur gemeinsam geplant werden, entsteht aus einer einfachen Spiegelfläche ein präziser Bestandteil des Raumes.

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